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WEBER feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Vom Hersteller von Schleifmaschinen für Schiefertafeln aus dem Frankenwald bis zum international führenden Unternehmen mit den Bereichen Schleiftechnik, Extruder-Technologie, Robotik und Automatisierung sowie Additive Fertigung – in den vergangenen 100 Jahren war der technologische Wandel ein stetiger Begleiter der Hans Weber Maschinenfabrik.

Viele spannende Geschichten beginnen mit einer Idee, die sich im Rückblick als besonderer Glücksmoment entpuppt. Und so beginnt auch die Geschichte der Hans Weber Maschinenfabrik. Seinerzeit, vor rund 100 Jahren, entwickelte sich Kronach zu einem wichtigen Zentrum der Schiefertafelindustrie - Die Welt lernte auf Tafeln aus Ludwigsstadt das Schreiben. Doch bis aus einem Stück Schiefer eine glatte Tafel entsteht, ist viel Arbeit und Know-how gefragt. Vor allem muss der fragile Stein geschliffen werden.

1922 – Der Anfang von allem

Der Anfang von allem: Hans Weber entwickelt eine Schleifmaschine. Getrieben von Ideen und Innovationsgeist macht er sich Gedanken darüber, wie man die harte, überwiegend manuelle Herstellung von Schiefertafeln wirtschaftlicher gestalten könnte. Im Jahr 1922, nach seiner Weiterbildung zum Ingenieur und parallel zu seiner Tätigkeit bei einer Kronacher Maschinenfabrik, beginnt Hans Weber, auf eigene Rechnung Schleifmaschinen für die Schiefertafelindustrie zu konzipieren und herzustellen. Das ist die erste Stunde der WEBER Schleifmaschine und der Grundstein der Hans Weber Maschinenfabrik.

1920er – Geburt der Zylinderschleifmaschine

Im Auftrag der Nürnberger Maschinenfabrik Carstens entwickelt Hans Weber in den 1920er Jahren eine weitere Innovation: eine Zylinderschleifmaschine. Bald wird klar: Die Schleiftechnik der WEBER Maschinen eignet sich auch hervorragend für den Einsatz in der holzverarbeitenden Industrie. Mit der Konstruktion und dem Bau von mechanischen Regelgetrieben legt Hans Weber den historischen Grundstein für die spätere Extruderfertigung.

1950 – Die zweite Generation

Die zweite Generation: Heinz Weber Im Jahr 1950 tritt Diplomingenieur Heinz Weber in das Unternehmen ein. Eine neue Ära der Firmengeschichte, die untrennbar mit der Geschichte der Familie Weber verbunden ist, beginnt. 1955 entwickelt WEBER die erste Breitbandschleifmaschine, die seinerzeit die Oberflächenbearbeitung revolutioniert. Der Siegeszug der WEBER Schleifmaschinen nimmt seinen Lauf – jedoch zunächst nicht unter dem Namen WEBER. Über Jahrzehnte erfolgt der Vertrieb über ein großes Maschinenhandelshaus. Nach dessen Konkurs endet das Vertragsverhältnis.

1950er – Das Kunststoff-Zeitalter bricht an

In der blühenden Wirtschaftswunderzeit beginnt der Boom eines neuen Werkstoffs: Kunststoff erobert alle Lebensbereiche. Ob Fensterrahmen oder Gartenstuhlbespannung – ab jetzt gibt es alles aus dem neuen, praktischen Material. Heinz Weber erkennt die Chance und setzt auf Extrudertechnologie.

1958 – Schneckenpressen und Extruder

1958 schafft WEBER einen wegweisenden technologischen Meilenstein: den Bau der ersten Schneckenpressen und Extruder für die Kunststoffverarbeitende Industrie. Die Extrusion von Rohren und Fensterprofilen ist dank Extrudern von WEBER nun qualitativ auf hohem Niveau und wirtschaftlich möglich. Mit einer ganzen Reihe innovativer Detaillösungen übernimmt WEBER schon bald die Marktführerschaft in der dynamisch wachsenden Kunststoffbranche.

1960er – Back to the Roots

Heinz Weber besinnt sich auf die Wurzeln des Unternehmens und bringt mit innovativen Ideen und Ingenieurskunst neues Leben in den Bereich Schleiftechnik. Seit 1975 fertigt und vertreibt Heinz Weber wieder erfolgreich Schleifmaschinen – ab jetzt unter dem Markennamen WEBER.

1983 – Schulterschluss Holz und Metall

WEBER erweitert seine Produktpalette und liefert 1983 die erste Metallschleifmaschine aus. Einen wirklichen Durchbruch erlangt WEBER auf dem Markt jedoch mit seiner patentierten „WEBER STC“ Schleiftechnik. Der neu entwickelte Bolzenschleifbalken drückt die zum Entgraten notwendigen schweren Schleifbandausführungen mit Toleranzausgleich gleichmäßig gegen die Blechteile und erzielt so eine äußerst konstante Schleifqualität. Seit Mitte der 1980er Jahre ist WEBER parallel auf den Märkten Holz und Metall mit Schleifmaschinen erfolgreich präsent.

1990er – Kunststoffe und Granulierung

Im Bereich Extrusion nutzt WEBER seine verfahrenstechnische Kompetenz und macht sich mit materialspezifischen Lösungen für Fensterprofil-Extrusion, Rohr-Extrusion, WPC-Extrusion, die Extrusion technischer Kunststoffe und Granulierung einen erstklassigen Namen.

2009 und 2017 – Die dritte Generation

Im Jahr 2009 tritt Dr.-Ing. Markus Weber, der Sohn von Dr.-Ing. Johannes Weber, sowie, im Jahr 2017, Ludwig Weber, der Sohn von Michael Weber, in das Unternehmen ein. Sie setzen den bereits initiierten Paradigmenwechsel vom reinen Maschinenbau-Unternehmen hin zu einem führenden Tech-Unternehmen mit Kompetenzen in Maschinenbau, intelligenter Steuerungstechnologie und innovativen Fertigungsverfahren fort.

2010er – Back to the Roots

Im Jahr 2019 gründet WEBER seine Divisionen WEBER Additive sowie WEBER Robotik und Automatisierung. Additive Fertigung prägt die Zukunft der produzierenden Industrie wie kaum eine andere Technologie. Auf Basis von digitalen 3D-Konstruktionsdaten lassen sich im Direkt-Extrusions-Verfahren selbst komplexe und großvolumige Bauteile wie High-Tech-Hausverkleidungen mit geringem Materialeinsatz und auch in kleinen Losgrößen schnell und kostengünstig herstellen.

Die Unternehmenssparte WEBER Robotik und Automatisierung steht für die Konzeption und Realisierung komplexer industrieller Robotik- und Automatisierungslösungen – und damit für ein Plus an Sicherheit und Effizienz im Produktionsprozess. Die jüngste Entwicklung des neuen Geschäftsbereichs: ein intelligentes, modular aufgebautes und linienfähiges Palettier- und Sortiersystem.

2020er – Energieeffizienz und Ressourcenschonung

Eines der wichtigsten Themen der Zeit, das Thema Nachhaltigkeit, hat WEBER für sich zum Unternehmenswert erklärt: Energieeffizienz, Ressourcenschonung sowie die Verarbeitung von Kunststoff-Holz-Verbundstoffen wie WPC oder anderer natürlicher Stoffe im Bereich Extrusion sind dabei zukunftsweisend. WEBER ist heute ein regional verwurzeltes und international agierendes Familienunternehmen. Auf insgesamt 46.000 Quadratmetern Produktionsfläche, an den beiden Kronacher Standorten in der Bamberger und in der Industriestraße, entstehen Produkte für die Welt von morgen.